Referenzobjekte Bordsteinsysteme

Getrennte Querungsstellen als Konfliktlösung

Bauausführung: 2016

Barrierefreies Bauen
Bei der Überquerung von Straßen besteht zwischen seh- und mobilitätsbehinderten Menschen im Hinblick auf die Gestaltung von Querungsstellen ein Interessenkonflikt. Wünschen sich blinde Menschen möglichst eindeutig ertastbare Höhenunterschiede an Bordsteinanlagen, wie diese mit Bordsteinhöhen von 10 bis 12 cm bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts an Fußgängerfurten üblich waren, so benötigen Menschen mit Rollator oder Rollstuhl für niveaugleiche Straßenquerungen, um diese mit vertretbarem Kräfteaufwand passieren zu können. Niveaugleiche Querungsstellen stellen wiederum eine große Gefahr für blinde Menschen dar. Kann die Grenzlinie zwischen sicherem Geh- und gefährlichem Fahrbereich von ihnen nicht ertastet werden, geraten sie leicht auf die Fahrbahn und provozieren damit eine enorme Unfallgefahr. Wenn Rollstuhl- und Rollatornutzer eine möglichst niedrige, blinde Menschen dagegen eine hohe Bordsteinkante benötigen, liegt die Lösung für diesen Konflikt im Grunde auf der Hand: Es sind zwei Bereiche notwendig, die sich deutlich voneinander unterscheiden und den gegensätzlichen Bedürfnissen gerecht werden. Der Ansatz lautet: „Getrennte Querungsstellen mit differenzierter Bordsteinhöhe“. Ein gelungenes Beispiel hierfür zeigt die hessische Kurstadt Bad Vilbel, die bei der Neugestaltung von drei Kreisverkehren entlang einer stark frequentierten Straße genau diese Lösung gewählt hat.

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Inselkopffertigteile bieten Vorteile

Bauausführung: 2014

Dudenhofen setzt beim Bau von Verkehrsinseln auf individuell produzierte Betonfertigteile
Bei Verkehrsinseln handelt es sich um in der Fahrbahn liegende abgegrenzte Flächen, die in der Regel nicht befahren werden dürfen. Sie dienen der Trennung von gegenläufigen Verkehrsströmen an Gefahrenstellen wie Einmündungen oder Knotenpunkten und ermöglichen Fußgängern ein leichteres Überqueren der Straße. An Ortseinfahrten übernehmen Verkehrsinseln oft auch die Funktion der Verkehrsberuhigung. Dabei wird meist der in den Ort führende Fahrstreifen etwas verschwenkt. Die Form und Gestaltung der Fahrbahnteiler ist je nach Zweck unterschiedlich. Fast immer jedoch sind diese erhöht eingebaut, und werden mit Hilfe von Bordsteinen von der Fahrbahn abgegrenzt. Eine besondere Funktion übernehmen hierbei die abgerundeten Anfangs- und Endstücke einer Verkehrsinsel, denn diese haben dafür zu sorgen, dass alle Verkehrsteilnehmer die Insel auch optisch gut wahrnehmen können. Der Bau dieser – als Inselkopf bezeichneten – Stellen, erfolgt häufig aus Bordstein-Radiensteinen. Diese sind jedoch aufgrund ihrer unauffälligen Baugröße nicht immer geeignet, die gewünschte Verkehrsleitwirkung zu erzielen. Eine gute Alternative hierzu hat die Ortsgemeinde Dudenhofen im Rhein-Pfalz-Kreis beim Neubau einer Verkehrsinsel gefunden. Hier setzt man auf individuell gefertigte Inselkopffertigteile, die gegenüber der Bordsteinlösung mehrere Vorteile bieten.

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Neue Lösung für Mittelstreifenentwässerung auf Autobahn 3 bei Idstein

Bauausführung: 2014

Wirtschaftlich in mehrfacher Hinsicht
Dank seiner stationären Geschwindigkeitsmessanlagen auf der A 3 ist der Elzer Berg bei Autofahrern in ganz Deutschland berühmt berüchtigt. Vom Gipfel dieser Erhebung im Westerwald bis nach Limburg beschreibt die A 3 eine 8 km lange Gefällstrecke Richtung Süd-Osten mit einem zunehmenden Gefälle. Diese lange Gefällestrecke bei Autobahnkilometer 100 in Richtung Frankfurt ist ein berüchtigter Unfallschwerpunkt. Anfang der 1970er-Jahre wies die Statistik im Schnitt 350 Unfälle pro Jahr auf. Dank der im Jahre 1972 errichteten stationären Geschwindigkeitsmessanlage gingen die Unfallzahlen bis heute deutlich zurück. Nach mittlerweile über 70-jähriger Betriebszeit entschied sich die zuständige Straßenbaubehörde im Jahre 2013 für eine Sanierung der Kanal- und Schutzsysteme im Mittelstreifen. Auf einer Länge von gut 11 Kilometern entstanden in diesem Rahmen 500 neue Ablaufbuchten. Statt der herkömmlichen trapezförmigen Lösung, die mit aufwändigem Schneiden von Betonflachbordsteinen verbunden ist, griffen die Planer in diesem Fall auf ein System zurück, das ohne ein Schneiden auskommt und gleichzeitig auch in Punkto Unterhalt sehr wirtschaftlich abschneidet.

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Limburg, Barrierefreie Verkehrsflächenlösung

Bauausführung: 2010
Freiherr-vom-Stein-Platz/Parkstraße/Tilemannstraße

  • Barrierefreie Verkehrsflächenlösung, getrennte Querungshilfe MEUDT-Nullabsenkung weiß, 0–3 + 6 cm
  • Tastbord für Sehbehinderte, mit Anschluss an Rundbordstein, taktile Leitsysteme weiß
  • PRESTIGE-PFLASTER, 15 x 22,5 x 8 cm, braun-anthrazit geflammt Nr. 1060

Koblenz, Objekt 1 BUGA-Zufahrt Niederberg

Bauausführung: 2010

  • Niederflurbus-Haltestellen mit Niflux-Bord und allen erforderlichen Übergangslösungen
  • Kreisverkehrsanlage: Innenring besteht aus Flachbordsteinen F 30 x 25, mit REFLEXIN-Beschichtung,
  • Inseln und Ränder mit Flachborden F 20 x 25, weiß,
  • Fußgängerabsenkungen mit Fase 2-Details in allen Systemen,
  • Sämtliche verwendeten Gerade-, Radien- und Übergangsteine sind maschinengefertigte Formsteine.